
Majestäten 2026
Kein eigentliches Schützenfestwetter, denn der Wind wehte uns ordentlich um die Nase, aber dies tat der Stimmung an allen drei Tagen keinen Abbruch.
In kleinen Punkten war das Konzept des Festablaufes noch einmal etwas verändert worden. Traditionell wurde aber am Freitag mit dem Antreten am Schützenhaus begonnen, um in Marschordnung zum Rathaus zu marschieren um die noch amtierenden Majestäten von dort abzuholen. Nach einem Umtrunk im Santelmanns Hof erfolgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Mit der Rückkehr im Schützenhaus konnte noch einmal ein jeder Schütze, eine jede Schützin versuchen sich zum Stechen zu qualifizieren. Die Jungschützen eröffneten dann das Stechen. Alle Qualifizierten traten an und durchsetzten konnte sich in diesem Jahr wieder einmal ein Jungschütze, einer der sonst so gar nicht mehr geübt ist im Umgang mit dem Sportgerät. Yegor Shcherbyna, Jungkönig 2026, setzte den Siegtreffer mit einem 345,6 Teiler. Den Sonderorden erhielt Josephina Greb, mit einem 224,5 Teiler.
Im Anschluss folgten die Damen. Hier trat nur unsere älteste Schützenschwester, mit immerhin 94 Jahren, nicht mehr zum Stechen an. In diesem Jahr sollte sich eine versierte Luftgewehrschützin durchsetzten. Prinzessin 2026 ist Astrid Michels, mit einem 61,7 Teiler.
Bei den Herren blieben alle 15 Schützen, die sich für das Stechen qualifizieren konnten, auf dem Stand. Ein Schütze, der schon viele Erfolge bei den unterschiedlichsten Wettbewerben und Pokalschießen erringen konnte, sollte es auch beim Königsschießen nun endlich klappen. Hauptkönig 2026 ist Guido Schulz mit einem 200er Teiler. Den Sonderorden erhielt unser Hauptkönig des letzten Jahres, Normen Nagel, mit einem 35er Teiler. Er konnte auch den Wettkampf um den Meisterschützenpokal, für den besten Einzelteiler des gesamten Königsschießens, für sich entscheiden. Auch hier war es der 35er Teiler.
Mit einem Ehrentanz der neuen Majestäten wurde dann der gesellige Teil des Abends eingeleitet.
Der Samstag begann mit der Proklamation der Jüngsten im Verein. Diese hatten ihre neuen Majestäten schon im Vorfeld in einem Stechen ermittelt. Einen Zwergenkönig gibt es in diesem Jahr nicht, dies wäre die Altersklasse bis 8 Jahre. Um die Würde des Kinderkönigs wurde im Vorfeld hart gekämpft und der Stechschuss brachte hier dann eine Entscheidung, die sehr knapp ausfiel. Kinderkönig 2026 ist Linus Nagel, mit einem 542,4 Teiler. Er hat gleich eine Doppelfunktion, denn erstmalig wurde ein/e Bogenschülerkönig/in aus geschossen und auch hier konnte er sich mit der letzten Passe gegen die älteren Mädels durchsetzen. So waren es für ihn zwei Schärpen und zwei Königsscheiben. In der Schülerklasse gab es einen Wettkampf nur unter den Mädchen und mit einem 406,3 Teiler heißt die Schülerkönigin 2026 Lilly Jäger.
Hatten wir im vergangenen Jahr das Kinderkönigsschießen öffentlich veranstaltet, wurde erstmalig ein/e Kinderbürgerkönig/In aus geschossen. Auf der Veranstaltung zum 1. Mai, am und im 4G-Park, wurde die Majestät mit dem Lichtpunktgewehr im dortigen Kino ermittelt. Kinderbürgerkönig ist Noah Pascal Valiukas, gefolgt von Lore Fiolek.
Mit musikalischer Begleitung durch den Spielmannszug Nienhagen setzte sich der Umzug, zum Abholen der Königsscheiben vom Pröve Hof, in Bewegung. Hier war ein Halt eingeplant und die Schützenscheiben des Hauptkönigs, der Prinzessin und des Jungkönigs mussten dort auf dem Gelände gesucht werden. Kein leichtes Unterfangen, sie waren gut versteckt. Auf dem Rückweg zum Schützenhaus gab es einen weiteren Halt an der Seniorenresidenz Lichtblick, ebenfalls eine liebgewonnene Tradition.
Mit der Rückkehr zum Schützenhaus sollte uns eigentlich ein kleiner Festplatz erwarten, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Bedingt durch Regen und auch starken Wind gab es dann leider keine Angebote für die Jüngsten auf dem Außengelände. Aber für die Stärkung der Schützen und Gäste, war gut gesorgt und mit dem Angebot von Pommes, Bratwurst, Rippchen und Burger war sicherlich für jeden etwas dabei.
Zu 19:00 Uhr füllte sich das Schützenhaus noch einmal kräftig, denn es wurden die Ehrungen des Vereine & Verbändeschießens durchgeführt und die Ernennung des Bürgerkönigs/der Bürgerkönigin wurde mit großer Spannung erwartet. Beim Pokalschießen hatten die Schießsportleiter eine Änderung vorgenommen. Alle Vereinsmitglieder, der jeweiligen Mannschaften, mussten im Stehen antreten. Eine große Herausforderung, die sich dann auch durchaus in den Platzierungen bemerkbar machte. Und auch bei den Auszeichnungen hatte man sich etwas anderes überlegt. Beim Schießen um den Gemeindepokal gab es für die Sieger und Platzierten bis zum 4. Platz, einen Gutschein vom 4G-Park.
Den ersten Platz beim Fahrschule Bosse-Pokal errang die Mannschaft Feuerwehr „Die Alten“. Der beste Einzelschütze bei den Herren war Frank Backeberg mit 97 Ring und bei den Damen war es Daniela Suhr, mit 96 Ring. Der Gemeindepokal ging in diesem Jahr an die Mannschaft „Die Wilden 42/18“. Der beste Einzelschütze war hier Dominic Neumann, mit 97 Ring und bei den Damen siegte auch hier Daniela Suhr, mit 98 Ring.
Am Schießen um die Bürgerkönigswürde nahmen 13 Wathlinger Bürger/Innen teil. Mit großer Spannung wurde die Ernennung der neuen Majestät erwartet und die Freude war groß, denn schon viele Male hat sie versucht diese Würde zu erringen. Bürgerkönigin 2026 ist Anna Karina Schulz, mit einem 12,0 Teiler. Eine Majestät in Doppelfunktion, da sie auch die Königin des Hauptkönigs 2026 ist. Die Bürgerkönigin des Jahres 2025 Vivien Fiolek erhielt als Erinnerungspräsent einen Gartenstecker überreicht, der der Symbolik einer Schützenscheibe sehr ähnlich kommt.
Mit einem Ehrentanz der Majestäten fand der offizielle Teil sein Ende, nun konnte gefeiert werden. Und es wurde gefeiert! DJ Volker heißte die Stimmung ordentlich an und die Tanzfläche war den gesamten Abend immer gut gefüllt, es wurde getanzt und ausgelassen mitgesungen.
Zum Gottesdienst am Sonntag fanden sich die Schützenmitglieder in der St. Marien Kirche ein und im Anschluss wurde das Festessen in Form eines Schützenbrunchs im 4 Generationen Park eingenommen. Zahlreiche geladene Gäste und befreundete Vereine hatten sich dazu eingefunden.
Vom KSV wurden die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im NSSV und DSB durchgeführt. Für ihre 15 jährige Mitgliedschaft im DSB wurden Guido Schulz, Manfred Mösing und Justus Müller ausgezeichnet. Auf 25 jährige Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund kann der Schützenbruder Peter Kilian zurückblicken und für die 50 jährige Mitgliedschaft wurde Siegfried Schlote mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung wurde schon am Samstag vorgenommen. Den „Orden für besondere Verdienste“ im Verein, erhielt in diesem Jahr Alexander Oehns. Nicht nur als Vorstandsmitglied ist er schon seit vielen Jahren aktiv, sondern auch bei vielen anderen Anlässen ist er mit großer Zuverlässigkeit dabei. Sei es bei Baumaßnahmen, Arbeitseinsätzen, als ein Mitglied des Scheibenkommandos oder auch mal als DJ am Mischpult.
Pünktlich um 14:00 Uhr setzte sich der Umzug in Bewegung um eine Schützenscheibe an einem Hausgiebel an zubringen, die schon seit 4 Jahren im Verborgenen schlummert, die Jubiläumsscheibe 2022. Nun hat sie ihren Platz in der Straße „Auf dem Spörgenkamp“ gefunden. Auf dem Rückweg gab es einen weiteren Halt an der Seniorenresidenz Medicare.
Mit der Ankunft im 4 Generationen Park, konnte man sich bei Kaffee und Kuchen stärken. Die Damen, und ein Herr, vom SoVD hatten ein umfangreiches Kuchenbüfett aufgebaut. Ein herzliches Dankeschön an alle Kuchenbäckerinnen und auch Kuchenbäcker des SoVD und des Schützenvereins. Es war wieder einmal super lecker.
Ein großes Dankeschön auch an unsere Umzugsbegleitung, die Freiwillige Feuerwehr Wathlingen und das DRK, die dafür gesorgt haben, dass wir uns auf den Straßen sicher fühlten. Und ebenso an Hendrik Homann für die Bereitstellung und das Fahren des Altenwagens. Für die Musik sorgte der Spielmannszug Nienhagen, erstmals nur alleine vertreten, denn es war uns als Verein nicht möglich einen zweiten Spielmannszug für dieses Wochenende zu gewinnen. Dankeschön für euren Einsatz, der zudem dann auch noch etwas geschwächt wurde, da mit dem Hauptkönig und der Bürgerkönigin zwei Musiker ausfielen.
Das Fest sollte seinen Abschluss mit der Gerichtsverhandlung finden. Hier wurden kleine und auch etwas größere Vergehen geahndet. Die Staatsanwältin Sabine Laue brachte diese zur Anklage, der Rechtsanwalt Torsten Harms übernahm die Verteidigung und der Richter Jörg Cammann entschied über das Strafmaß.
So fand das dreitägige Fest einen vergnüglichen Abschluss. Schön war`s, wir freuen uns auf das kommende Jahr. Das Motto lautet dann „Wath geiht“.
Mit dem Aufräumen am und im Schützenhaus und dem Abschmücken der Fahnen und Wimpelketten im Dorf, fand das Fest am Montag noch nicht so ganz sein Ende. Wir sehen uns am 20.06. zum Anbringen der Scheiben wieder.
M.O.